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wenn du in ein paar Wochen nochmal vorbeischaust, dann sind wir hier sicher schon fertig!
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Bettina!

Selbstgemachter Kombucha

Schon auf meinem letzten Blog hatte ich einen Artikel über meinen geliebten Kombucha geschrieben. Ich trinkt täglich in etwa 250 ml davon, und – abgesehen von reinerer Haut und toller Verdauung – schmeckt er mir einfach wahnsinnig gut! :) Kennt ihr Kombucha? Momentan liegt er wohl wieder richtig im Trend, mittlerweile gibt es ja sogar bei Spar etc. Kombucha zu kaufen. Nur ist der wahnsinnig teuer, und ich bin mir ziemlich sicher dass der zumindest leicht pasteurisiert wurde, sprich die guten Enzyme und Vitamine zu einem Teil verloren sind. Normalerweise würde fertiger Kombucha, bei Zimmertemperatur gelagert, ansonsten doch furchtbar sauer werden und die Flasche übergehen/explodieren. Selbermachen ist nicht nur supereinfach, es ist auch richtig billig (für 3 Liter zahle ich ca. 2 Euro), und man kann mit den Teesorten etc. toll variieren.

 

Kombucha stammt wahrscheinlich aus China, wo er schon vor über 2000 Jahren zur Erreichung der Unsterblichkeit getrunken wurde. Auch am Kaiserhof von Japan war das perlige Getränk ein Geheimtip. Was ist Kombucha nun aber eigentlich? Es wird aus einem eigenen Tee-Pilz hergestellt, der wie eine blassrosa wabblige Scheibe aussieht ;) Genannt wird dieser meist liebevoll SCOBY. Dieser produziert mithilfe von Zucker und Tee ein fermentiertes Getränk, das wertvolle Mikroorganismen enthält und unseren ganzen Organismus aktiviert, das Immunsystem stärkt und mit seinen Hefen und Bakterien für eine gute Darmflora sorgt. Außerdem finden sich noch viele Vitamine (viele B-Vitamine), Mineralstoffe, Enzyme, organische Säuren, antibiotische Wirkstoffe und Spurenelemente im fertigen Getränk, abgesehen von den positiven Eigenschaften des Tees selbst, die bei der Herstellung erhalten bleiben. Und er entsäuert den Körper noch nebenbei. Die Glucuronsäure sorgt für die Entgiftung des Körpers: Abfallstoffe des Körpers und Giftstoffe, die man als Nahrung aufnimmt, werden gebunden. Gerade die Leber profitiert von der Hilfe von außen enorm.

 

Keine Angst vor soviel Zucker: im fertig vergorenen Kombucha ist viiiel weniger Zucker enthalten; schon nach 7 Tagen ist der Zuckgergehalt sehr gering, lässt man ihn sogar 12 Tage gären, ist praktisch gar nix mehr vorhanden: die Hefezellen im Pilz verwandeln den Zucker in Alkohol, aus dem die Mikroorganismen dann die guten Nährstoffe basteln. Ein klitzekleiner Restalkohol bleibt, etwa 0,2 bis 0,4 %, in etwa der Menge bei alkoholfreiem Bier oder Apfelsaft, der länger mal im Glas verweilt bevor man ihn dann wirklich trinkt. Nicht dramatisch also :)

 

Das fertige Getränk perlt ganz leicht, und schmeckt total frisch und sauer-süßlich; mit Zitronensaft vermischt erfrischt es herrlich. Und da selbermachen wirklich ein Kinderspiel ist, lohnt sich die Anschaffung eines solchen Tee-Pilzes wirklich; und nicht nur dass, er wächst bei jedem Ansatz, sodass man ihn nach einiger Zeit teilen kann um ihn zu verschenken, oder einfach nach und nach mehr Kombucha produzieren kann!! Hier findet ihr übrigens, wenn ihr euch gratis zum Newsletter anmeldet, ein gratis e-book mit 130 Seiten, voller Infos, Tips und Rezepten zu dem Wundergetränk aus Asien! (Falls ihr fragt, nein ich bekomme gar nix von dieser Seite, ich finde die nur unendlich toll und möchte sie euch gerne persönlich weiterempfehlen!!) ;) Bestellt habe ich meinen SCOBY bei wellnessdrinks in Bio-Qualität – dort habe ich auch meinen Ingwer-Wasser-Kefir und meinen Milchkefir bestellt, und bin – auch nach dem zweiten Mal Bestellen innerhalb von zwei Jahren dort – total zufrieden!! Hier kommt mein Rezept, nach dem ich mittlerweile vorgehe. Da der Kombucha auch mit Teebueteln hervorragend funktioniert, nehme ich jetzt immer die; sind ein paar Handgriffe weniger. Ich verwende weißen Zucker mit etwas mineralstoffreichem Rübensirup, damit gedeiht mein SCOBY einwandfrei. Ich persönlich verwende immer grünen Tee (chinesisch), da mir das fertige Getränk damit besser schmeckt als mit schwarzem. Ihr könnt aber ruhig experimentieren was euch alles persönlich besser zusagt! :)

 

Zutaten (für 3 Liter Kombucha):

 

  • 1 Kombucha-SCOBY mit ca. 400 ml Ansatzflüssigkeit 
  • 3 Liter Wasser
  • 250 g weißen Zucker
  • 3 TL schwarze Melasse oder – mein Favorit – Zuckerrübensirup
  • 20-25 Beutel Bio-Tee oder 20-25 g losen Bio-Tee

 

Zubereitung:

 

Wichtige Hinweise: alles in der Küche und die Hände selbst müssen super sauber sein! Den Pilz niemals mit Metall in Berührung bringen, das könnte ihn abtöten!! Und niemals Tee mit Geschmack/Aromen/Öle etc. verwenden, das mag der Pilz auch gar nicht. Bitte nur Tee (am besten Bio) und ohne Zusätze verwenden ; z.B. Earl Grey hat Bergamotten-Öl drin, das geht damit auch nicht. Die besten Sorten sind ganz unten noch aufgelistet!

 

Wasser zum Kochen bringen, und den losen Tee in einem Tee-Ei oder einfach die fertigen Beutel einlegen.

 

1-2 Minuten sprudelnd mitkochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und den Zucker und Sirup einrühren. 15 Minuten ziehen lassen, Tee entfernen, und den Tee auf Raumtemperatur abkühlen lassen. In ein großes (!) Gefäß füllen (ich habe ein riesiges Glasgefäß mit über 4 Litern Fassungsvermögen bei wellnessdrinks gleich mitbestellt), und den SCOBY einlegen.

 

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Das Ganze mit einem Baumwolltuch und Gummiringerl abdecken.

 

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An einem warmen Ort aber ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen lassen, ohne ihn zu bewegen. Ob er hell oder dunkel steht, ist egal; nur relativ warm sollte es sein. Also mind. 20 Grad, und höchstens 25 Grad in etwa. Ein paar Wochen mehr Grad im Hochsommer ist aber kein Problem.

 

Nach 6-14 Tagen ist er fertig; je später man ihn trinkt, um so säuerlicher ist er. Wichtig ist, etwas des fertigen Kombucha für den nächsten Ansatz zurückzubehalten. Ich bereite immer sonntags den neuen Ansatz zu, sprich ich lasse ihn genau 7 Tage fermentieren.

 

Teepilz mit sauberen Händen herausholen, und vorsichtig unter fließendem Wasser abspülen. Zusammen mit dem zurückbehaltenen Kombucha als Ansatzflüssigkeit (man rechnet ca. 10-20 % Ansatzflüssigkeit, ich verwende immer nach Augenmaß ca. 400-500 ml) in das heiß ausgespülte Glas geben (mit der neu gewachsenen hellen Seite nach oben), und die Prozedur wiederholen (Tee mit Zucker kochen usw.)

 

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Den fertigen Kombucha in Glasflaschen abfüllen, und nur mit Baumwolltüchern zugedeckt im Kühlschrank lagern. Nach 3-6 Tagen entwickelt sich etwas Kohlensäure, die das Ganze noch erfrischender macht.

 

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Man könnte ihn auch noch ein zweites mal fermentieren lassen: dazu einfach Gläser zu 1/5 mit Fruchtsaft nach Wahl und dann mit dem fertigen Kombucha auffüllen, 2 cm Platz nach oben lassen verschließen und 2-3 Tage weiter fermentieren lassen. Das werde ich auch bald mal testen! :)

 

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So, ich habe für euch die anscheinend perfekten Teesorten für den Kombucha rausgesucht:

 

  • Assam aus Indien- Schwarztee: kräftig-malzig, würzig mit dunkler, oft kupferroter Tasse. Am Besten mit Rohrohr- oder sogar Vollrohrzucker kombinieren für ein besonders intensives Ergebnis.
  • Ceylon aus Sri Lanka – Schwarztee: leuchtend-orange bis kupferrote Tasse und kräftig-würziger Geschmack mit leichter Zitrus-Note, ohne so deftig und vollaromatisch zu sein wie Assam-Tees.
  • Gunpowder Tee aus China – Grüntee: Ergebnis eines speziellen Trocknungsverfahrens. Der Tee wird Gunpowder (engl.: Schießpulver) genannt, weil die Teeblätter beim Trocknen zu kleinen Kugeln gerollt werden, die an Schrotkugeln erinnern. Nach dem Aufgießen knistern die Blätter, wenn sie sich manchmal geradezu explosiv entfalten. Der Geschmack ist herb, fruchtig-kräftig und gerade für den europäischen Gaumen oft etwas gewöhnungsbedürftig – ich liebe den Geschmack aber, und mein Kombucha ist super fruchtig-herb damit geworden!
  • Lung Ching aus China – Grüntee: sehr harmonischer, fruchtig-blumiger, milder Geschmack, leicht süßlich-erdiger Note und einer goldgelb leuchtenden Tassenfarbe. Kühlt gut im Sommer! Muss ich unbedingt ausprobieren!!
  • Pai Mu Tan aus China – weißer Tee: der Name komtt daher, weil weißer Tee vor allem aus den jüngsten Blättern und Triebspitzen des Teestrauches besteht, auf denen noch ein silbrig-weißer Flaum zu finden ist. Es findet kaum eine Fermentation statt wie beim schwarzen Tee, aber auch keine schnelle Trocknung wie beim grünen – geschmacklich liegt der Weiße Tee deshalb zwischen Grün- und Schwarztee, ist eher mild, und hat besonders viele Polyphenole, Mineralien und andere Spurenelemente. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bildet er deshalb die Grundlage vieler wertvoller Rezepturen. Das nächste Mal möchte ich ihn unbedingt mit diesem Tee ausprobieren!! :)
  • Darjeeling aus Indien – Schwarztee: die erste Pflckung ist recht mild und blumig, wohingegen die zweite kräftig und nussig im Geschmack ist, hocharomatisch und feinwürzig. Seine Tasse ist dunkler und tendiert oft ins Kupferrote.
  • Kabuse-Cha aus Japan – Grüntee: ein delikater Halbschattentee, ein hervorragendes, spritzig-fruchtiges Kombucha-Getränk ergibt. Der fertige Kombucha ist anregend, belebend und sollte – um seinen feinen Geschmack nicht zu überdecken – am besten mit Weißzucker und keiner weiteren Teesorte angesetzt werden.
  • Bancha aus Japan – Grüntee: stammt vom gleichen Teestrauch wie Sencha, wird aber später im Jahr gepflückt und setzt sich deshalb aus größeren, faserigen Blättern zusammen, und kommt geschmacklich nicht ganz an Sencha heran. Allerdings enthält Bancha viel weniger Teein, weswegen man ihn auch gut am Abend genießen kann. Geschmck: fruchtig-herb, mit leicht süßlichem Nachgeschmack und eine helle, leuchtend grüne Tasse.
  • Sencha aus Japan – Grüntee: dieser Tee wird bei der Trocknung gedämpft. Sein Geschmack ist oft fruchtig-herb und beinahe grasig, und er enthält besonders viel Teein was ihn zu einem richtigen Energy-Drink macht. Er verträgt auch gut gut Vollrohrzucker ohne dass der Geschmack des Kombucha leidet.
  • Kukicha aus Japan- Grüntee: Geschmacklich wesentlich weicher und milder als ein fruchtig-grasiger Sencha, und hat fast gar kein Teein. Am Besten nur mit weißem Zucker ansetzen um sein mildes Aroma nicht zu übertönen.
  • Oolong aus China oder Taiwan: übersetzt bedeutet der Name schwarze Drache, und es handelt sich hier um einen halbfermentierten Tee. Ähnlich wie Weißer Tee (siehe oben) liegt Oolong damit in Farbe, Herstellung und Geschmack zwischen Grün- und Schwarztee, dem die Herbheit des grünen Tees ebenso fehlt wie die Bitterstoffe des schwarzen. Der Geschmack: mild, samtig, dezent. Am Besten nur mit weißem Zucker oder Rohrohrzucker ansetzen. Auch ein To-Do-Punkt von mir, denn – welch Schande, Oolong habe ich noch nie gekostet

 

(Quelle: http://www.kombucha-shop.de/html/kombucha-tee.html)

 


 

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